Ultranet: GRÜNE fordern Erdkabel statt Freileitungen

Die GRÜNE Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung im heutigen Umweltausschuss um Bericht zum aktuellen Planungsstand des Stromnetzes Ultranet gebeten. Dazu der umweltpolitische Sprecher Andreas Hartenfels:

„Wenn die Bundesnetzagentur den Ausbau großer Stromtrassen als unumgänglich sieht, damit die Energiewende gelingen kann, muss hierbei ein wichtiger Grundsatz gelten: Erdkabel ist die Regel, Freileitung ist die Ausnahme. Das heißt, sofern möglich, müssen Stromleitungen unterirdisch verlegt werden. Das muss auch für das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetz Ultranet gelten, das, wie bislang geplant, Strom über bestehende Freileitungsmasten aus dem Kohlerevier Osterath nach Philippsburg transportieren soll. Aus unserer Sicht sollte zunächst weiter zu den potenziellen Risiken solcher Hochspannungs-Gleichstrom-Freileitungen geforscht werden, bevor man diese durch eng bebaute Wohngebiete führt. Wir fordern deshalb die Erdverkabelung in und um alle betroffenen Kommunen.

Für uns GRÜNE sollte aber die dezentrale Energieerzeugung klar Vorrang vor dem Stromtransport über weite Strecken haben – zum Beispiel mit eigener Photovoltaikanlage und einem Speichersystem. Durch eine solche Solar-Speicher-Kombination lassen sich bis zu 60 Prozent des eigenen Strombedarfs decken. Das entlastet die Netze und schont gleichzeitig Mensch und Umwelt. Diese ökonomischen und ökologischen Vorteile nutzen erfreulicherweise bereits immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher.“

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