Ultrafeinstaub: Umweltbundesamt sollte Messungen bundesweit durchführen

Die GRÜNE Landtagsfraktion hat die Erhebungen von Ultrafeinstaub am Frankfurter Flughafen heute auf die Tagesordnung des Umweltausschusses gesetzt. Dazu erklärt Andreas Hartenfels, umweltpolitischer Sprecher:

„Die große Anzahl potentiell durch Ultrafeinstaub betroffener Personen rund um den Frankfurter Flughafen veranlasste das Umweltbundesamt – nicht zuletzt auf Druck unserer Umweltministerin Ulrike Höfken – im Herbst 2015 zur Erhebung von Ultrafeinstaub im hessischen Raunheim mit dem Messprogramm UFONPLAN. Die Messdaten sind unabdingbare Voraussetzung zur Bewertung von Ultrafeinstaubkonzentrationen und eines eventuell später festzulegenden Grenzwertes. Mit endgültigen Ergebnissen nach Abschluss des Projektes ist laut Umweltministerium Ende 2018 oder Anfang 2019 zu rechnen.

Die hohen Zwischenmesswerte am Frankfurter Flughafen sind besorgniserregend und müssen ernst genommen werden. Vor allen Dingen brauchen wir Klarheit über die Ursachen der hohen Werte, denn es gibt noch keine zweifelsfreie Erkenntnis darüber, ob sie in einem direkten Zusammenhang mit dem Flugverkehr stehen. Auch andere Quellen in der Umgebung des Flughafens kommen als Verursacher in Frage, etwa die nahen Autobahnen. Bundesumweltministerin Schulze ist nun gefordert, das Messprogramm auch bundesweit umzusetzen, damit Klarheit über die Höhe der Ultrafeinstaubbelastungen und ihre Quellen geschaffen wird.“

Hintergrund:

Für Ultrafeinstaub in der Luft gibt es keine Grenzwerte, deshalb werden die Partikel nicht systematisch gemessen und erfasst. Dabei sprechen Warnungen dafür, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu widmen: Mediziner gehen davon aus, dass die ultrafeinen Partikel mit einem Durchmesser von unter 100 Nanometern aufgrund ihrer geringen Größe durch Lunge und Nase bis ins Blut vordringen können.

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