Nationalpark: Großes Interesse an Rangertouren – Urwaldzustand rückt immer näher

2015 hat Umweltministerin Ulrike Höfken den Nationalpark Hunsrück-Hochwald ins Leben gerufen. Ein Nationalpark ist nicht von vornherein ein Urwald, er entwickelt sich mit der Zeit und den richtigen Maßnahmen mit den Jahren dazu. Eine Kleine Anfrage von Andreas Hartenfels, umweltpol. Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, zeigt zum einen die ökologischen Fortschritte und zum anderen das große Interesse der Menschen daran. Dazu Hartenfels:

„Das Interesse an Rangertouren ist von 2016 auf 2017 um 90 Prozent gestiegen. Fast 300 Touren mit fast 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern können sich sehen lassen. Die Lehrerschaft besucht regelmäßig Fortbildungen zum Nationalpark und hat 2017 das Netzwerk ‚Elementar- und Schulpädagogik‘ gegründet. Daneben haben rund 400 Kinder und Jugendliche an Umweltbildungsprogrammen teilgenommen. Zusätzlich gibt es den ‚Ferienspaß‘ in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Trier Saarburg und dem Umweltcampus Birkenfeld. Das Interesse an unserem Nationalpark ist groß und wächst stetig. Ich finde es großartig, dass vor allem Kinder und Jugendliche rausgehen und die Natur in ihrem Ur-Zustand erleben können. Mit dem Nationalpark haben wir in Rheinland-Pfalz einen grünen Pflock eingeschlagen, von denen auch die Menschen unheimlich profitieren. Sie erfahren viel über die Grundlage unseres Lebens und das nicht nur im Klassenzimmer.“

Hartenfels weiter: „Der ökologische Mehrwert des Nationalparks ist bereits jetzt unverkennbar. Der Anteil der Flächen, auf denen keine Nutzung mehr betrieben wird, ist seit der Gründung des Nationalparks von knapp 25 auf über 30 Prozent gestiegen . Dadurch gibt es auch für Tiere immer mehr gesicherte Rückzugsräume. Mit verschiedenen Maßnahmen arbeitet das Umweltministerium daran, einen Biotopverbund, also ein Netz von Lebensräumen, zu schaffen. Besonders hilfreich ist in diesem Zusammenhang die flächendeckende Biotopkartierung, die 2017 erstellt wurde.“

Hier geht es zur Kleinen Anfrage und zur Antwort_der Landesregierung mit detaillierten Projekten und Entwicklungsständen.

Dilek Otto
Pressesprecherin
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