Diskussionsveranstaltung: Marie Curie als Inspiration für moderne Frauenrechtlerinnen

„Starke Frauen“: Frauenministerin Anne Spiegel und Drehbuchautorin Dr. Andrea Stoll sprechen auf Einladung der GRÜNEN Landtagsfraktion vor rund 90 Besucherinnen und Besuchern über Frauenrechte.

Rund 90 Gäste, die meisten davon Frauen, waren am Montagabend der Einladung der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gefolgt, sich gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Frauenministerin Anne Spiegel und der Drehbuchautorin Dr. Andrea Stoll im Institut Français unter dem Titel „Starke Frauen“ über Frauenrechte auszutauschen. Roter Faden des von der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Fraktion, Pia Schellhammer, moderierten Gesprächs war die Vita der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie. Deren Leben ist auch das Thema des Filmes „Marie Curie“ von Dr. Andrea Stoll, der im Anschluss an die Diskussion im vollbesetzten Kinosaal des CinéMayence gezeigt wurde.

Bereits im Grußwort der frauenpolitischen Sprecherin der Fraktion, Jutta Blatzheim-Roegler, wurde deutlich, dass das Ziel einer Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft und Beruf, Politik und Wissenschaft auch im Jahr 2019 noch in weiter Ferne liegt. „Wir feiern in diesem Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht, aber noch immer sind in den Parlamenten viel mehr Männer als Frauen vertreten. Frauen bekommen weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, arbeiten allzu oft im Niedriglohnsektor, sind häufiger von Altersarmut betroffen und ihre Durchsetzungsfähigkeit wird immer wieder infrage gestellt. Das zeigt, dass Frauen in unserer Gesellschaft nach wie vor strukturell benachteiligt werden und dass die Frauenbewegung noch lange nicht am Ziel angekommen ist. Immerhin dokumentieren öffentliche Debatten wie #metoo, dass die Frauenbewegung stark ist und Frauen weiterhin für ihre Rechte eintreten.“

Besonders im Umfeld von Film und Fernsehen, wo die #metoo-Debatte ihren Ursprung hat, habe sie große Wellen geschlagen, betonte auch Dr. Andrea Stoll – und es sei gut, dass damit endlich der in der Branche allgegenwärtige Sexismus thematisiert werde. Zum Thema Sexismus nicht länger zu schweigen, ist auch einer der Schwerpunkte der Kampagne LAUT♀STARK des Frauenministeriums, die Dr. Stoll als Botschafterin unterstützt. Neben mehr Gleichberechtigung im Beruf forderte Frauenministerin Spiegel mehr Gleichberechtigung in den Familien, in denen auch die Männer Verantwortung für Haushalt und Kindererziehung übernehmen müssten.

„Weibliche Vorbilder wie Marie Curie, die sich trotz aller Widrigkeiten als Wissenschaftlerin im Patriarchat behauptet hat, geben Mut. Nichtsdestotrotz: Der Kampf für Frauenrechte und eine Gleichstellung, die den Namen verdient, ist so aktuell wie eh und je“, so Jutta Blatzheim-Roegler.

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