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Austausch mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege: Soziale Einrichtungen sichern: gute Arbeit, verlässliche Finanzierung und Klimaschutz zusammendenken

Am 09.06.2026 hat sich die Grüne Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz mit der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz getroffen. Die LIGA ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land. Sie übernimmt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Sozialpolitik und Sozialgesetzgebung, vertritt die Interessen sozial benachteiligter und hilfebedürftiger Menschen und setzt sich für eine solidarische Bürgergesellschaft ein.

Starke Träger für soziale Hilfen in Rheinland-Pfalz

Die Bedeutung der Freien Wohlfahrtspflege ist groß: Die in den Wohlfahrtsverbänden organisierten Träger unterhalten in Rheinland-Pfalz etwa zwei Drittel aller Einrichtungen in der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Arbeitslosenhilfe und Jugendhilfe. Insgesamt werden rund drei Viertel aller sozialen Hilfen in Rheinland-Pfalz von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege angeboten.

Wachsende Belastungen für soziale Einrichtungen

Ob Pflege von Angehörigen, Jugendarbeit, frühkindliche Bildung in Kitas, Unterstützung von Menschen mit Behinderung oder Hilfe in schwierigen Lebenslagen: Für eine gerechte Gesellschaft sind wir auf starke und verlässliche Sozialeinrichtungen angewiesen. Doch viele Einrichtungen stehen unter wachsendem Druck. Steigende Kosten, fehlende Refinanzierung, Fachkräftemangel und unsichere kommunale Haushalte gefährden Angebote, auf die viele Menschen angewiesen sind.

Gute Sozialpolitik braucht gute Arbeitsbedingungen

Für uns Grüne ist klar: Soziale Gerechtigkeit muss ein zentrales Querschnittsthema bleiben. Gute Sozialpolitik braucht starke Kommunen, verlässliche Träger und gute Arbeitsbedingungen für diejenigen, die diese Arbeit leisten: Pfleger*innen, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Fachkräfte in der Eingliederungshilfe und viele weitere Beschäftigte.

Verlässliche Finanzierung statt Arbeit auf Kante

Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden für eine ausreichende Finanzierung sozialer Angebote durch Land und Kommunen ein. Soziale Arbeit darf nicht dauerhaft auf Kante genäht werden. Dazu gehört, nicht nur Tarifbindung und Tariftreue vorauszusetzen, sondern diese auch durch die öffentliche Hand und Krankenkassen vollständig zu refinanzieren. Denn wir wollen weiter faire Löhne, verlässliche Arbeitsbedingungen und Anerkennung auch in den sozialen Berufen.

Klimaschutz und Sozialpolitik zusammendenken

Zugleich zeigt die Klimakrise, wie eng Sozialpolitik und Klimaschutz zusammengehören. Hitzewellen, Starkregen und Extremwetter treffen besonders ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Erkrankungen und Menschen mit Behinderung. Viele von ihnen leben, lernen oder arbeiten in sozialen Einrichtungen. Deshalb brauchen diese Einrichtungen konkrete Unterstützung bei Hitzeschutz, Klimaanpassung und Energieeffizienz.

Beratung und Förderung für klimafreundliche Einrichtungen

Viele Sozialträger wollen ihre Einrichtungen klimafreundlich aufstellen, Energie sparen und CO2-Emissionen senken. Dafür brauchen sie Beratung, verlässliche Rahmenbedingungen und Fördermittel. Bereits in der vergangenen Wahlperiode wurde unter grüner Regierungsbeteiligung gemeinsam mit den Sozialverbänden ein Beratungsprogramm über die Energieagentur Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht.

Soziale Einrichtungen nicht allein lassen

Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass diese Unterstützung fortgeführt und mit ausreichenden Fördermitteln unterlegt wird. Sozialeinrichtungen dürfen bei Klimaschutz und Klimaanpassung nicht allein gelassen werden.

Gerechtigkeit, gute Arbeit und Klimaschutz gemeinsam stärken

Sozialpolitik der Zukunft denkt Gerechtigkeit, gute Arbeit und Klimaschutz zusammen. Sie schützt Menschen, stärkt Einrichtungen und gibt Kommunen die Mittel, ihre Aufgaben zu erfüllen. Denn eine gerechte Gesellschaft braucht starke Sozialeinrichtungen. Heute mehr denn je.