Initiative Anfrage

Parkinson-Erkrankung durch Pestizideinsatz bei Beschäftigen in Landwirt schaft und Weinbau

Der Ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat empfohlen, das „Parkinson-Syndrom durch langjährig, häufig und selbst angewendete Pestizide“ als Berufskrankheit anzuerkennen. Grundlage
hierfür sind wissenschaftliche Erkenntnisse über einen Zusammenhang zwischen einer langjährigen beruflichen Exposition gegenüber bestimmten Pestiziden und einem erhöhten Risiko für Parkinson-Erkrankungen. Betroffen sind insbesondere Beschäftigte in Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau, die über viele Jahre Pflanzenschutz mittel anwenden. Für die rund 71 000 Beschäftigten (Stand 2023) in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft bzw. Weinbau ist ein wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz daher besonders wichtig.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung: 

1. Wie viele Anträge auf Anerkennung einer Parkinson-Erkrankung als Berufskrank heit liegen von Beschäftigten in der Landwirtschaft bzw. Weinbau aus Rheinland Pfalz aktuell vor? 

2. In wie vielen Fällen wurden nach Kenntnis der Landesregierung in Rheinland Pfalz Parkinson-Erkrankungen von in der Landwirtschaft bzw. Weinbau Beschäf tigten als Berufskrankheit bislang anerkannt? 

3. Welche Maßnahmen werden von der Landesregierung ergriffen, um Beschäftigte in Landwirtschaft bzw. Weinbau wirksam vor gesundheitlichen Risiken durch Pestizide zu schützen? 

4. Gibt es nach Ansicht der Landesregierung derzeit Defizite in der Beratung bzw. Ausbildung für die Anwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft bzw. Weinbau? 

5. Wie hat sich der Einsatz von Pestiziden in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2021 entwickelt? 6. Mit welchen Maßnahmen will die Landesregierung den Einsatz von Pestiziden in Landwirtschaft bzw. Weinbau bis 2031 reduzieren?