Als Gründe nennen die Unternehmen insbesondere die von der Bundesregierung geplanten Änderungen im Gesundheitswesen, darunter höhere Herstellerrabatte für Arzneimittel, mangelnde Planungs- und Investitionssicherheit sowie den zunehmenden internationalen Wettbe werbsdruck, insbesondere aus den USA und Asien. Die Ankündigungen treffen eine für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Rheinland-Pfalz zentrale Schlüsselbranche. Die Pharmaindustrie zählt zu den bedeutendsten Industriebranchen des Landes, trägt erheblich zur industriellen Wertschöpfung und Exportleistung bei und sichert direkt wie indirekt zehntausende Arbeitsplätze. Allein am neuen Eli Lilly-Standort in Alzey sollten ursprünglich bis zu 1 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung
1. Hatte die Landesregierung im Vorfeld der Berichterstattung vom 3. Juni 2026 Kenntnis über die Investitionskürzungen von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim?
2. Welche Gründe sieht die Landesregierung für die angekündigten Investitionskür zungen?
3. Mit welchen Stellen der Bundesregierung steht die Landesregierung aufgrund der angekündigten Investitionskürzungen derzeit in Kontakt?
4. Welche konkreten Anliegen bzw. Forderungen will die Landesregierung mit Vertre terinnen und Vertretern der Bundesregierung besprechen?
5. Für welche Maßnahmen wird sich die Landesregierung auf Bundesebene einset zen, um die Arzneimittelversorgung zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts zu verbessern?
6. Welche eigenen Maßnahmen bzw. Vorschläge plant die Landesregierung zur Stär kung des Pharmastandortes Rheinland-Pfalz?
7. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung über weitere geplante Investitionskürzungen sowie Investitions- bzw. Produktionsverlagerungen ins Ausland durch in Rheinland-Pfalz ansässige Pharmaunternehmen vor, die über die von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim angekündigten Maßnahmen hinausgehen?