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Schiene in Rheinland-Pfalz besonders von Hitzeschäden betroffen – GRÜNE fordern Investitionen

Nach Auskunft der Landesregierung ist die Schieneninfrastruktur in Rheinland-Pfalz besonders von Hitzeschäden betroffen. Verformte Gleise und technische Defekte infolge der Hitze ziehen Verspätungen, Langsamfahrstrecken, Zugausfälle und wie jetzt an der Pellenzstrecke sogar Streckensperrungen nach sich. Katrin Eder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion, fordert Investitionen in eine hitzeresiliente Infrastruktur:

Die Hitze hat nicht nur Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, sondern auch auf die Infrastruktur. Wasserstraßen sind nicht mehr befahrbar. Nach Auskunft der Landesregierung häufen sich bei Hitzewellen auch Schäden und Störungen im Bahnverkehr: Gleise verformen sich, Weichen sind defekt und technische Anlagen überhitzen. Die Folgen für die Fahrgäste sind Verspätungen, Langsamfahrstellen, Zugausfälle und Streckensperrungen. Die Vollsperrung der Pellenzstrecke zwischen Mayen und Andernach wegen Gleisverwerfungen ist ein aktuelles Beispiel dafür.
Es reicht nicht, nach jeder Hitzewelle nur Schäden zu reparieren. Der Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte muss endlich aufgelöst werden und auch die Mittel aus dem Sondervermögen müssen gezielt in Gleise, Weichen und Signale fließen, die zukünftigen Hitzewellen standhalten. Denn wenn die Bahn bei Hitze ausfällt oder sich verspätet, betrifft das die Menschen unmittelbar auf ihrem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit.

Die Hitze stößt im Verkehrsbereich zudem einen Dominoeffekt an. Wenn der Güterverkehr auf dem Rhein nicht die gewohnte Leistung bringen kann, müssen Güter auf Straße und Schiene verlagert werden. Dass die DB Cargo den Einsatz hunderter Güterwagen zur Kompensation des ausfallenden Schiffsverkehrs anbietet, ist begrüßenswert – kann aber nicht die erhoffte Wirkung entfalten, wenn gerade die Schiene von Hitzeschäden betroffen und nur eingeschränkt nutzbar ist. Zudem beeinträchtigen diese Güterzüge wiederum den Regionalverkehr. Wir benötigen eine moderne und hitzeresiliente Bahn, die für solche Fälle ausreichende Kapazitätsreserven hat, damit der Regionalverkehr nicht unter einer Verlagerung leidet. Diese Herausforderung wird sich immer häufiger stellen, da Klimaprognosen davon ausgehen, dass der Rhein in künftigen Sommern immer häufiger Niedrigwasser führen wird.“

Die Kleine Anfrage von Katrin Eder sowie die Antwort der Landesregierung finden Sie hier.