„Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind mehr als 1.200 Menschen in Rheinland-Pfalz an den Folgen der Hitze gestorben. Das zeigt: Die Klimakrise gefährdet längst ganz konkret die Gesundheit und das Leben der Menschen in Rheinland-Pfalz. Unter der Hitze leiden insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen. Trotzdem plant die Landesregierung keine Förderung für baulichen Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen. Stattdessen werden die Kosten über die Investitionsentgelte auf die Bewohnerinnen und Bewohner umgelegt. Dabei stellen die Eigenanteile für Pflegeheimplätze ohnehin schon für viele Menschen und ihre Familien eine enorme Belastung dar. Das Land darf pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen mit den Folgen der Klimakrise nicht allein lassen. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, die bestehende Förderlücke zu schließen und auch Pflegeeinrichtungen beim Hitzeschutz gezielt zu unterstützen.“
Josef Winkler, gesundheitspolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, fügt hinzu:
„Die Landesregierung kann nicht sagen, ob die Hitze zu Personalausfällen, Versorgungsabmeldungen oder weniger Pflegeplätzen geführt hat. Zugleich berichten Krankenhäuser von einem erhöhten Notfallaufkommen und hoher Belastung. Die Beschäftigten leiden bei extremer Hitze selbst unter belastenden Arbeitsbedingungen, während sie gleichzeitig die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherstellen müssen. Das Land muss künftig erfassen, in welchen Einrichtungen Beschäftigte wegen der Hitze ausfallen und ob dadurch die Versorgung eingeschränkt wird. Nur dann kann es dort nachsteuern, wo Schutzmaßnahmen fehlen.“
Die Anfrage der Abgeordneten Katrin Eder und Josef Winkler zum Hitzeschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen finden Sie hier: tinyurl.com/3rbv9am9
Die Antwort der Landesregierung finden Sie hier: tinyurl.com/t5mf8kta