Presse

Hitzesommer als Weckruf: Hitzeschutz ernst nehmen

Mit ihrem Plenarantrag „Hitzesommer als Weckruf: Hitzeschutz ernst nehmen“ fordert die GRÜNE Landtagsfraktion die Landesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen für einen besseren Schutz vor Hitze auf den Weg zu bringen und die Situation im Land grundlegend zu verbessern. Für den nächsten Sommer müsse der Hitzeschutz gerade dort dringend verbessert werden, wo besonders gefährdete Menschen betroffen sind, erklärt Katrin Eder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Mit unserem Plenarantrag machen wir einen realistischen und rasch umsetzbaren Vorschlag für ein Sofortprogramm für einen besseren Hitzeschutz im Land. Schon jetzt sind laut RKI in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr rund 1600 Hitzetote zu beklagen. Gemessen an der Einwohnerzahl verbucht Rheinland-Pfalz bundesweit die zweitmeisten Toten. Hitze beeinträchtigt darüber hinaus Alltag und Gesundheit der Menschen. Kitas schließen, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime überhitzen und die Bahn kommt nicht, weil sich Schienen verformt haben. Die heutigen Extremtemperaturen kommen nicht überraschend, sie stimmen mit den früheren Klimaprognosen überein. Der bestehende Hitzeaktionsplan des Landes ist aber völlig unverbindlich und finanziell wie personell nicht unterlegt. Er wird den Herausforderungen durch die Klimaerhitzung nicht gerecht. Es ist deshalb höchste Zeit, die Klimakrise ernst zu nehmen und den Hitzeschutz im Land grundlegend zu verbessern.

Mit unserem Vorschlag wollen wir einen Stein ins Rollen bringen, damit sich Rheinland-Pfalz beim Hitzeschutz gut aufstellt. Die von uns vorgeschlagenen 14 Millionen Euro sind ein erster Schritt für das nächste Jahr, für das Land problemlos darstellbar und könnten von den kommunalen Verwaltungen zeitnah für gezielte Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen eingesetzt werden. Damit könnten die Kommunen den Hitzeschutz dort rasch verbessern, wo es am dringendsten ist, etwa in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen sowie sozialen Einrichtungen.

Doch das kann nur ein erster Anfang sein. Der Hitzeschutz im Land braucht eine dauerhafte Planung und eine angemessene, verlässliche Finanzierung. Mit unserem Antrag legen wir zahlreiche Vorschläge vor, wie ein effektiver Hitzeschutz im Alltag konzentriert auf die Menschen und ihre Gesundheit gelingen kann. Zur Koordination solcher mittel- und langfristig umsetzbarer Schutzmaßnahmen sollte die Landesregierung zeitnah einen Hitzegipfel einberufen.“

Den Plenarantrag „Hitzesommer als Weckruf: Hitzeschutz ernst nehmen“  Sie hier.