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Eder: Landesregierung muss für Zukunft des Biotechnologie-Standorts in Idar-Oberstein kämpfen

Zur angekündigten Schließung des BioNTech-Standorts in Idar-Oberstein erklärt Katrin Eder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz:

„Die für 2028 angekündigte Schließung des BioNTech-Standorts in Idar-Oberstein wäre ein schwerer Verlust für die Region und den Biotechnologie-Standort Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung trägt Verantwortung für den Biotechnologie-Standort Idar-Oberstein als wichtigen wirtschaftlichen Anker in der Region und für das landesweite Cluster Biotechnologie. Wirtschaftsminister Ebling und Wissenschaftsminister Hoch müssen jetzt vom Zuschauen ins Handeln kommen, damit hochqualifizierte Arbeitsplätze, Know-how und spezialisierte Infrastruktur nicht verloren gehen. Die Minister müssen alle Hebel in Bewegung setzen. Die Landesregierung muss jetzt Wirtschaft, Wissenschaft und die Region zu einem Krisengespräch einladen, um dort über die Zukunft des Standorts Idar-Oberstein zu beraten.

Mit BioVation verfügt das Land bereits eigens über eine Struktur, die Wirtschaft und Wissenschaft vernetzen und die Biotechnologie im Land stärken soll. Diese Möglichkeiten müssen die beiden zuständigen Minister auch persönlich nutzen, um potentielle Investoren und Kooperationspartner anzusprechen und eine Perspektive für den Standort zu entwickeln."

Carl-Bernhard von Heusinger, wirtschaftspolitischer Sprecher, ergänzt:

„Rheinland-Pfalz braucht eine aktive Investitions- und Ansiedlungspolitik, die Unternehmen nicht erst dann entdeckt, wenn Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Wirtschaftsminister Ebling kündigt eine neue Standortgesellschaft und ein Ansiedlungsmanagement aus einer Hand an – jetzt muss er zeigen, dass daraus mehr wird als eine neue Struktur auf dem Papier. Das Land muss strategisch um Investitionen werben, Unternehmen und Forschung gezielt zusammenbringen und bestehende Standorte weiterentwickeln. Gerade bei Zukunftsbranchen wie der Biotechnologie entscheidet sich jetzt, ob Rheinland-Pfalz im Wettbewerb um Investitionen und hochqualifizierte Arbeitsplätze mithalten kann. Idar-Oberstein als Biotechnologie-Standort existiert bereits seit 2013. Nun ist der Standort ein konkreter Testfall für den Anspruch der Landesregierung, Ansiedlungen und Investitionen künftig aktiver zu begleiten.“