„Fast überall in Rheinland-Pfalz waren in den vergangenen Tagen die Rauchschwaden der verheerenden Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen zu riechen und zu sehen. Auch in Rheinland-Pfalz stand Wald in Flammen, wie beispielsweise im Kreis Mayen-Koblenz oder im Westerwaldkreis. Was lange weit weg schien, ist mit der Klimakrise in unserer Nachbarschaft angekommen. Darauf müssen wir unseren Katastrophenschutz rasch und konsequent vorbereiten.
Gerade im waldreichsten Bundesland brauchen wir eine moderne Waldbrandfrüherkennung. Damit aus Glutnestern keine Großbrände werden, müssen wir mit Satellitendaten, Drohnen und Wärmebildtechnik arbeiten, und es muss spezialisierte und bezahlbare Löschtechnik zum Einsatz kommen. Moderner Katastrophenschutz bedeutet auch, vorhandenes Wissen und vorhandene Ressourcen besser zu vernetzen. Die Expertise spezialisierter Kräfte wie @fire ist dabei besonders wertvoll. Die Red Farmer zeigen, wie Landwirtinnen und Landwirte mit Wasserfässern, Zugmaschinen und weiterer Technik Feuerwehren wirksam unterstützen können. Diese Zusammenarbeit sollten wir institutionalisieren und zugleich mehr eigene Kräfte für die Vegetationsbrandbekämpfung ausbilden. Es geht darum, uns rechtzeitig auf Großbrandszenarien vorzubereiten, wie sie gerade die Menschen in Belgien oder Nordrhein-Westfalen erleben.
Gleichzeitig müssen wir die Prävention stärken, damit es erst gar nicht so weit kommt. Um die Ursachen zu bekämpfen, wollen wir GRÜNEN einen schnelleren und konsequenteren Klimaschutz. Vorgebeugt werden muss aber auch beim Wald selbst. Beim resilienten Waldumbau ist Rheinland-Pfalz mit 85 Prozent Mischwaldanteil und 95 Prozent Bäumen aus Naturverjüngung bereits gut aufgestellt. Mit der Klima-Wald-Offensive haben wir GRÜNEN in der vergangenen Landesregierung 50 Millionen Euro über fünf Jahre für klimaresiliente Waldstrukturen, Wasserrückhalt, Waldumbau und neue Klimaschutzwälder auf den Weg gebracht. Dieses Programm muss die neue Landesregierung dringend weiterführen. Darüber hinaus brauchen wir aber auch klare, eindeutige Warnungen. Länder wie Kanada oder Australien können uns hier Orientierung bieten. Die Menschen in Rheinland-Pfalz müssen außerdem besser über Waldbrandrisiken aufgeklärt werden, denn neun von zehn Vegetationsbränden sind menschengemacht.“
Presse
Waldbrände: Rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz auf Klimakrise vorbereiten
Zur wachsenden Herausforderung der Waldbrandbekämpfung in Rheinland-Pfalz erklärt Carl-Bernhard von Heusinger, innenpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion:
Florian Sparwasser
Pressesprecher
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