„Die Rekordhitze der letzten Tage verdeutlicht: Hitzeschutz ist kein Luxus, sondern dringende Notwendigkeit. Die Hitze hat ein deutliches Defizit beim Schutz der vulnerablen Gruppen auch in Rheinland-Pfalz offengelegt. Wir brauchen ein Hitzeschutz-Sofortprogramm des Landes mit einem besonderen Fokus auf den Risikogruppen. Schnelle Maßnahmen, die im Idealfall noch in diesem Sommer greifen – bevor die nächste verheerende und potentiell tödliche Hitzewelle heranrollt.
Für die nun unmittelbar notwendigen Hilfen muss das Land investieren und die Kommunen unterstützen. Geld für Klimaanpassung steht schließlich aus dem Sondervermögen zur Verfügung, jetzt muss es auch dafür benutzt werden. Wir brauchen so schnell wie möglich effektive Schutzmaßnahmen insbesondere für Gruppen wie Kinder, Kranke, Schwangere, Pflegebedürftige, und Obdachlose. Für sie stellt Hitze ein besonderes großes Risiko dar. Verschattung, Begrünung oder auch Klimaanlagen in Kombination mit PV-Anlagen und Speichern sind ein Teil der Lösung und sollten dringend unterstützt werden. Zudem sollten öffentliche kühle Räume für Risikogruppen bereitgestellt werden. Das KIPKI-Programm, mit dem wir bis zum Regierungswechsel im Land viele solcher Maßnahmen gefördert haben, hat Schwarz-Rot nicht verlängert. Gleichzeitig stehen viele Kommunen finanziell mit dem Rücken zur Wand und können freiwillige Leistungen nicht ohne Hilfe stemmen. Doch in unseren Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kitas kann es nicht weitergehen wie bisher. Es braucht jetzt deshalb ein Landesprogramm zur Unterstützung des Hitzeschutzes in den Kommunen.
Der Schutz vor Hitze kostet Geld, keine Frage, aber er ist unumgänglich. Klar ist auch: Rechtzeitiger Klimaschutz kostet weniger als ein blindes Weiter so.“
Presse
Sofortprogramm gegen Hitze – Land muss Kommunen unterstützen
Zur Rekordhitze der vergangenen Tage erklärt Katrin Eder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion:
Florian Sparwasser
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