„Die Landesregierung muss beim Hitzeschutz in den Bildungseinrichtungen tätig werden. Hohe Temperaturen wirken sich unmittelbar auf Konzentrationsfähigkeit und Lernerfolg aus. Hinzu kommen besonders vulnerable Kinder etwa mit Einschränkungen oder chronischen Erkrankungen. Sie leiden besonders unter der Hitze. Schülerinnen und Schüler beschweren sich deshalb in vielen Fällen zurecht über untragbare Bedingungen. Das Thema Hitzeschutz wird damit zu einer der zentralen Herausforderungen im Bildungsbereich. Es gilt, im nächsten Jahr von Anfang an auf Hitzewellen wie die aktuelle vorbereitet zu sein.
Die neuesten Aussagen der Landesregierung zum Hitzeaktionsplan des Landes enttäuschen allerdings. Wir brauchen einen verbindlichen Hitzeaktionsplan des Landesbildungsministeriums, damit der Hitzeschutz an Kitas und Schulen endlich einem landesweiten Mindeststandard folgt. Damit könnten die Bildungseinrichtungen frühzeitig für das kommende Jahr planen. Eine lose Orientierung am Hitzeschutzplan der Landesregierung reicht für Kitas und Schulen nicht aus, dafür sind sie zu stark durch die Hitze beeinträchtigt.
In den kommenden Tagen werden landesweit neben den Schülerinnen und Schülern, die hitzefrei haben, auch viele Kita-Kinder wieder nach Hause geschickt. In vielen Kitas ist es zu heiß für eine Betreuung, gerade die Kleinsten leiden unter den hohen Temperaturen. Das bedeutet für Familien einmal mehr einen Limbo zwischen Job und Kinderbetreuung. Im Gegensatz zu Schulen sind Kitas allerdings nicht ausdrücklich verpflichtet, einen Hitzeschutzplan zu erstellen. Diese Regelung muss das Land dringend angleichen. Mit der Klimaerhitzung wird sich das Problem in Zukunft immer weiter verschärfen.“
Dr. Lea Heidbreder, umwelt- und baupolitische Sprecherin, ergänzt:
„Die aktuelle Hitzewelle wirft ein Schlaglicht auf die mangelnde Klimaanpassung an vielen Schulen und Kitas. Das Geld des Sondervermögens kann für Klimaanpassung verwendet werden und muss prioritär da eingesetzt werden, wo akut der Schuh drückt - beispielsweise für Fassadenbegrünung, Begrünung und Entsiegelung auf Schulhöfen und Klimaanlagen im Klassenraum.
Offensichtlich ist zudem, dass Schulen und Kitas künftig von vornherein klimaangepasst gebaut werden müssen. Das Land muss hierfür verbindliche Regeln festschreiben.“
Presse
Hitze in Kitas und Schulen: Land muss tätig werden
Angesichts der aktuellen Hitzewelle und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen an Kitas und Schulen erklärt Katharina Binz, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion:
freepik
Florian Sparwasser
Pressesprecher
Tel.: 06131 / 208 3130
E-Mail