„Queere Menschen müssen in Rheinland-Pfalz überall frei und sicher leben können – in der Stadt wie auf dem Land, in der Schule, am Arbeitsplatz oder auch beim CSD. Doch Anfeindungen und queerfeindliche Straftaten nehmen auch in Rheinland-Pfalz zu. Wenn Menschen sich zweimal überlegen, ob sie Hand in Hand durch die Stadt gehen, ist das ein Angriff auf ihre Freiheit. Deshalb müssen wir Hasskriminalität konsequent bekämpfen.
Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen 15 Jahren mit „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“, der Position der Queerbeauftragten sowie starken Beratungs- und Bildungsangeboten wichtige Strukturen aufgebaut. Diese Strukturen muss das Land zum Schutz vor Diskriminierung weiter ausbauen. Ziel muss es aber auch sein, die Selbstbestimmung zu stärken und Regenbogenfamilien endlich vollständig gleichzustellen. Der Diskriminierungsschutz muss dazu in der Landesverfassung wie auch im Grundgesetz ausgebaut werden.
Gleichzeitig beginnt Prävention früh. Projekte wie SCHLAU RLP, eine zeitgemäße Sexualbildung und verlässliche Unterstützung für queere Kinder und Jugendliche schaffen Wissen und Akzeptanz. Unterstützung darf dabei nicht vom Wohnort abhängen. Queere Zentren, psychosoziale Beratung und psychotherapeutische Versorgung müssen verlässlich finanziert und gerade im ländlichen Raum erweitert werden.
Wir begrüßen, dass CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag queerpolitische Vorhaben angekündigt haben. Entscheidend ist aber, was konkret umgesetzt wird. Mit unserem Antrag legen wir einen Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre vor und werden die neue Koalition an ihren eigenen Zusagen messen.“
Den Plenarantrag „Queeres Leben schützen – Vielfalt und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz stärken“ finden Sie unter dem folgenden Link: 650-19.pdf
Presse
Queer leben – frei und sicher
Zum Antrag der GRÜNEN Landtagsfraktion „Queeres Leben schützen – Vielfalt und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz stärken“ erklärt Katharina Binz, queerpolitische Sprecherin:
Florian Sparwasser
Pressesprecher
Tel.: 06131 / 208 3130
E-Mail