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Dürre bedroht Landwirtschaft: GRÜNE fordern Task Force

Die Landwirtschaft hat die Politik wegen der fortwährenden Dürre um Hilfe angerufen. Eine zufriedenstellende Antwort der Landesregierung bleibt aus. Paul Bunjes, landwirtschaftspolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion erklärt:

„Es ist höchste Zeit, dass das Land in dieser akuten und bedrohlichen Situation eine Task Force bildet und sich mit der Landwirtschaft zusammensetzt, um die notwendigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Es sollte klar sein, dass wir sowohl kurzfristige als auch langfristige Antworten dringend brauchen – denn alle Prognosen deuten darauf hin, dass sich Dürren in Zukunft häufen werden. Wer Weidehaltung, regionale Lebensmittel und bäuerliche Betriebe in Rheinland-Pfalz erhalten will, darf die Landwirtschaft in der Dürre nicht alleinlassen. Die bedrohliche Dürre ist für die Landwirtschaft auch jetzt noch längst nicht vorbei. Die Task Force sollte deshalb dringend aktuelle Schäden und die Futterlage erfassen, kurzfristige Hilfsmöglichkeiten prüfen und gleichzeitig Maßnahmen für Wasserhaushalt und Klimaanpassung verabreden. Es geht nicht nur hier und jetzt um die Lebensgrundlage der Landwirtinnen und Landwirte, es geht langfristig auch um unsere Lebensgrundlagen und unsere Ernährungssicherheit.

Die konkreten Lösungsvorschläge, die über rein monetäre Hilfen weit hinausgehen, liegen auf dem Tisch und müssen jetzt diskutiert werden. Neben schnellen, zielgerichteten Hilfen braucht es eine Landwirtschaftspolitik, die unsere Höfe dauerhaft widerstandsfähiger gegen Hitze und Wassermangel macht. Ziel muss es sein, Wasser länger in der Landschaft zu halten und einen schnellen Abfluss zu verhindern. Wir brauchen eine klimaangepasste Bewirtschaftung mit robusten Sorten und einer effizienten Bewässerung. Insbesondere Grünland und Weidewirtschaft müssen wir widerstandsfähiger gegen Trockenheit machen. Dafür benötigen die Landwirtinnen und Landwirte Unterstützung und Beratung. Mit der Aktion Grün, der Aktion Blau und dem Wassercent haben wir GRÜNEN in der Landesregierung Instrumente geschaffen, die den nötigen naturnahen Umbau der Landschaft fördern. Die Landesregierung muss mit Blick auf Hitze und Dürre nun darlegen, wie diese Programme gestärkt werden können. Zusätzlich braucht es eine Agrarförderung, die gesellschaftliche und ökologische Leistungen honoriert.“