Fabian Ehmann machte deutlich, dass die regionale Wertschöpfung der Energiewende in den Dörfern und Städten bleiben muss. „Die Energiewende muss sich vor Ort auszahlen“, sagte er im Plenum.
Das kann zum Beispiel Geld für die energetische Sanierung einer Kita, ein neues LED-Flutlicht für den Sportverein, ein Nahwärmenetz, Naturschutzprojekte oder vergünstigte Stromtarife für Menschen in der Nähe eines Windparks bedeuten.
Der Gesetzentwurf setzt bewusst auf flexible Lösungen vor Ort. Projektierer und Kommunen sollen über die konkrete Beteiligung verhandeln. Möglich sind Zahlungen an Kommunen, Anlageprodukte für Bürgerinnen und Bürger, Beteiligungen an Projektgesellschaften, Unterstützung für Vereine und Stiftungen oder vergünstigte Stromtarife. Entscheidend ist: Es muss eine Beteiligung geben.
Bürgerbeteiligung schafft Vertrauen, Transparenz und macht die regionale Wertschöpfung der Energiewende sichtbar. Sie ist keine Bremse, sondern kann den Ausbau von Wind- und Solarenergie beschleunigen.
Zugleich braucht es Verlässlichkeit beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die Klimakrise ist längst Realität: Hitze und Trockenheit setzen Wäldern, Städten und Landwirtschaft zu. Die Antwort auf diesen Hitzesommer muss deshalb ein Booster für Klimaschutz und Energiewende sein.
Mit dem Landesbürgerenergiengesetz legen die GRÜNEN der neuen Landesregierung einen konkreten Vorschlag vor. Das Gesetz soll im Ausschuss beraten werden und zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, starken Klimaschutz, starke Kommunen und die Menschen vor Ort.