„Die Entscheidungen von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly zeigen, wie groß die Verunsicherung rund um die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung inzwischen ist. Eine Reform, die die Krankenkassenbeiträge stabilisiert und weitere Belastungen für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber begrenzt, ist richtig und notwendig. Das ist auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Zugleich muss sie so austariert sein, dass sie nicht auf Kosten der Versorgung von Patientinnen und Patienten geht und den forschenden Pharmastandort Deutschland im Blick behält. Kritikwürdig ist vor allem, dass die Bundesregierung für ihre Gesundheitsreform so lange braucht und mit den beteiligten Unternehmen nicht ausreichend gesprochen hat. Gerade in einer Phase, in der Unternehmen über Milliardeninvestitionen entscheiden, braucht es den Dialog und verlässliche Rahmenbedingungen.
Die schwarz-rote Landesregierung in Rheinland-Pfalz muss jetzt in Berlin darauf drängen, dass die Bundesregierung diesen Dialog ernsthaft führt. Bei Boehringer Ingelheim trifft uns die Entwicklung besonders, weil das Unternehmen Verantwortung für die Region übernimmt und in Rheinland-Pfalz viel in Forschung, Innovation und gute Arbeit investiert. Dieses Engagement ist entscheidend für Standortsicherheit, medizinischen Fortschritt und eine größere Unabhängigkeit Deutschlands bei wichtigen Arzneimitteln und Zukunftstechnologien.“