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Deutschlandticket in den Sommerferien darf nicht vom Wohnort abhängen

Die Nutzung des Deutschlandtickets für Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz wird in den Sommerferien vom Wohnort abhängen: Hier Kommunen, die ihren Schülerinnen und Schülern auch in den Ferien ein Deutschlandticket zur Verfügung stellen, dort Kommunen, die diese Leistung in den Ferien einstellen. Katrin Eder, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion, sieht die Landesregierung in der Pflicht für eine landesweite Regelung:

„Ministerpräsident Schnieder hatte im Wahlkampf ein kostenfreies Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler versprochen. Dieses Versprechen hat Schwarz-Rot längst einkassiert. Stattdessen entscheidet nun in den Sommerferien der Wohnort, ob Schülerinnen und Schüler mobil sein können. Es ist ein Flickenteppich im Land entstanden. Nur weil zufällig ein kompletter Monat in die Ferien fällt, kann es nicht sein, dass die Mittel zur Schülerbeförderung für diesen einen Monat nicht an die Kommunen ausgezahlt werden. Die Landesregierung muss handeln und die Mittel für die Schülerbeförderung den Kommunen zwölf Monate zur Verfügung stellen.
De facto wird hier nicht nur auf Kosten der Familien und der Jugendlichen gespart, sondern es wird auch bürokratischer Aufwand erzeugt. Fachlich ist die Entscheidung umso mehr Unsinn, weil Rheinland-Pfalz und seine Aufgabenträger pro verkauftem Deutschlandticket Zuweisungen erhalten, die sich dadurch reduzieren.

Wir fordern die Landesregierung auf, landesweit sicherzustellen, dass junge Menschen die Wege in den Ferien mit ihrem Deutschlandticket zurücklegen können. Denn das Deutschlandticket bietet Teilhabe, gerade in Zeiten, in denen Familien sowieso finanziell belastet sind.“