Landtagsrede

Bürger und Kommunen an der Energiewende beteiligen

Bei der zweiten Beratung des Landesbürgerenergiengesetzes am 16. September 2026 hat Fabian Ehmann für den Gesetzentwurf der GRÜNEN Landtagsfraktion geworben. Der klima- und energiepolitische Sprecher will erreichen, dass die Wertschöpfung aus Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik stärker bei Bürger und Kommunen vor Ort ankommt.

Ehmann kritisierte, dass der Gesetzentwurf im Ausschuss abgelehnt wurde, ohne zuvor eine Anhörung durchzuführen. Eine gemeinsame Beratung mit Kommunen, Energiewirtschaft, Bürgerenergie und Umweltverbänden hätte aus seiner Sicht geholfen, offene Fragen zu klären. Die Stellungnahmen, die seine Fraktion erreicht hätten, zeigten Unterstützung für das Ziel des Gesetzes. Er verwies unter anderem auf den Landkreistag, den Gemeinde- und Städtebund sowie das Landesnetzwerk der Bürgerenergiegenossenschaften.

Auch der Koalitionsvertrag sehe vor, die Beteiligung von Bürger und Kommunen mit einem Bürgerenergiegesetz zu stärken, sagte Ehmann. Deshalb müsse über die konkrete Ausgestaltung gesprochen werden. An die Koalition richtete er die Frage, wann sie einen eigenen Gesetzentwurf vorlegen und worin sich dieser vom GRÜNEN Vorschlag unterscheiden werde.

Ausbau der Erneuerbaren und Beteiligung gehören zusammen

Ehmann verband die Debatte mit den energiepolitischen Plänen der Bundesregierung. Diese könnten Investitionen in Wind- und Solarenergie erschweren, warnte er. Ohne neue Anlagen gebe es auch keine zusätzlichen Beteiligungsmöglichkeiten und keine entsprechende Wertschöpfung vor Ort. Er forderte Ministerpräsident Schnieder und Minister Ebling auf, die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche im Bundesrat zu stoppen.

Zum Schluss warb Ehmann erneut um Zustimmung zum Landesbürgerenergiengesetz. Für ihn ist die Beteiligung von Bürger und Kommunen ein Bestandteil einer erfolgreichen Energiewende.