GRÜNE erwarten große Schritte nach vorne bei der schulischen Inklusion

Im Rahmen eines digitalen Fachdialogs diskutierte die GRÜNE Landtagsfraktion mit Expertinnen und Experten, wie mehr schulische Inklusion in Rheinland-Pfalz gelingen kann. Ausgangspunkt war dabei die Studie „Die Umsetzung schulischer Inklusion nach der UN-Behindertenrechtskonvention in den deutschen Bundesländern“, die Rheinland-Pfalz großen Aufholbedarf bei der schulischen Inklusion attestiert. Neben Prof. Dr. Michael Wrase vom Wissenschaftszentrum Berlin, Mitautor der genannten Studie, nahmen Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der GEW Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen, und Julia Schmidt, Lehrkraft an der IGS Koblenz und Mitglied des Beraterteams des Pädagogischen Landesinstituts, an der im Internet übertragenen Diskussionsrunde teil. Zu den Ergebnissen sagt Pia Schellhammer, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Als GRÜNE Fraktion erwarten wir in dieser Wahlperiode große Schritte nach vorne bei der schulischen Inklusion. Von einer flächendeckenden schulischen Inklusion profitieren Kinder mit und ohne Förderbedarf. Das haben uns die Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten noch einmal bestätigt. Unsere Diskussion hat gezeigt: Rheinland-Pfalz braucht ein klares Umsetzungskonzept, um sich auf den Weg zu einer flächendeckenden und alle Schulformen umfassenden Inklusion zu machen. Die Expertinnen und Experten sind sich einig, dass auch gesetzlich ein eindeutiger Vorrang für gemeinsames Lernen formuliert werden muss. Ein solcher Anspruch muss dabei auch mit entsprechend ausgebildeten Lehrkräften untermauert werden.“

Daniel Köbler, Sprecher für Inklusion, ergänzt:

„Auch Schulgebäude müssen auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung ausgerichtet werden. Die Überarbeitung der Schulbaurichtlinie ist überfällig. Bei der Novellierung muss das Land dringend darauf achten, dass die räumliche Ausstattung den Anforderungen von Inklusion in der Schule gerecht wird.

Inklusion ist die Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe und deshalb eine Aufgabe, der sich alle Schulformen widmen müssen. Ein positives Beispiel in diesem Zusammenhang ist das geplante inklusive Gymnasium in Mainz-Mombach. Das Projekt ist ein wichtiges Zeichen in die rheinland-pfälzische Bildungslandschaft hinein.“

Florian Sparwasser
Pressesprecher

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