Blog

HydroZwilling RLP: Neues Hightech-Tool macht Sturzflutgefahren sichtbar – kostenlos für alle

Extremwetter nimmt zu und damit auch das Risiko von Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser. Rheinland-Pfalz setzt deshalb auf moderne Vorsorge: Seit Dezember 2025 unterstützt der HydroZwilling RLP die Kommunen bei Planung und Bewertung von Schutzmaßnahmen. Seit dem 5. Februar 2026 steht die 3D-Visualisierung allen Bürger:innen kostenlos zur Verfügung.

Was ist der HydroZwilling RLP?

Der HydroZwilling ist ein Simulations- und 3D-Visualisierungsmodell, das Starkregen- und Sturzflutszenarien in hoher Geschwindigkeit berechnet und verständlich darstellt. So können Menschen vor Ort sehen, wie stark ihr Wohnumfeld betroffen sein könnte, und welche Vorsorge sinnvoll ist. Der HydroZwilling RLP ist das modernste System zur Hochwasservorsorge im Bundesgebiet und gehört auch global zu den fortschrittlichsten Visualisierungsmodellen in diesem Bereich.

Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder beschreibt das als „Dreiklang“ aus

  1. bürgernahem, allgemein zugänglichem Informationssystem,
  2. besserer Eigenvorsorge und
  3. enger Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Wichtig: Das System wird vom Landesamt für Umwelt (LfU) betrieben; für die Simulation fließen u. a. Geländemodell, Landnutzungs-, Niederschlags- und hydrologische Daten ein.

Warum das für uns GRÜNE entscheidend ist

Klimaanpassung heißt: Risiken erkennen, bevor es gefährlich wird und dann gemeinsam handeln. Der HydroZwilling hilft dabei gleich doppelt:

  • für Bürger:innen: Risiken am eigenen Zuhause nachvollziehen und Eigenvorsorge prüfen (z. B. Rückstau, Schutz von Kellerfenstern, sichere Fluchtwege).
  • für Kommunen: Maßnahmen schneller vergleichen und Genehmigungs- sowie Planungsprozesse effizienter machen. (Laut LfU: was früher Tage dauerte, geschieht jetzt in Minuten.)

Dass das Land hier konsequent investiert, passt zu unserem Anspruch: Vorsorge muss verständlich, digital und für alle zugänglich sein.

Lea Heidbreder: Lob für das Ministerium und die Unterstützung vor Ort

Unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin Dr. Lea Heidbreder betont, wie wichtig es ist, dass das Land Kommunen wirksam unterstützt. Genau diese Haltung zeige sich auch beim HydroZwilling:

„Das Land setzt auf moderne Technik, die in der Fläche wirkt und die Menschen in die Lage versetzt, sich besser zu schützen. Katrin Eder und ihr Ministerium haben hier ganze Arbeit geleistet.“

HydroZwilling setzt Ergebnisse der Enquete-Kommission um

Der HydroZwilling RLP ist inhaltlich und konzeptionell eine direkte Umsetzung zentraler Empfehlungen der Enquete-Kommission 18/1 Zukunftsstrategien zur Katastrophenvorsorge. Diese hatte ausdrücklich eine bessere Modellierung von Hochwasser- und Starkregenszenarien, eine verbesserte Datenbasis, eine stärkere Risikokommunikation sowie die Sensibilisierung von Kommunen und Bevölkerung gefordert. Genau hier setzt der HydroZwilling mit Simulation, 3D-Visualisierung und offener Zugänglichkeit an.

So kann der HydroZwilling genutzt werden:

  • 3D-Visualisierung aufrufen: über das Landesportal https://hydrozwilling.rlp.de/ (Seit dem 5. Februar 2026 verfügbar).
  • Sturzflutgefahrenkarten ansehen: sind in Rheinland-Pfalz bereits seit November 2023 öffentlich verfügbar.
  • Mit der Kommune ins Gespräch kommen: Wo sind Hotspots? Welche Maßnahmen sind geplant? Was kann jede:r selbst tun?

Unser Fazit

Der HydroZwilling RLP ist ein starkes Beispiel dafür, wie Klimaanpassung praktisch wird: datenbasiert, transparent und gemeinsam. Wer Risiken kennt, kann besser vorsorgen. Und genau darum geht es: Sicherheit erhöhen, Schäden vermeiden, Leben schützen

FAQ

Der HydroZwilling ist ein sogenannter digitaler Zwilling des realen Wassersystems in Rheinland-Pfalz. Er bildet Flüsse, Niederschläge und andere Wasserprozesse digital nach und wird laufend mit aktuellen Messdaten aktualisiert. So entwickelt sich das digitale System parallel zur Realität und bleibt stets auf dem neuesten Stand. Der Name „Zwilling“ macht deutlich, dass reales Wassergeschehen und digitale Simulation eng miteinander verbunden sind.

Nein. Die 3D-Visualisierung ist kostenlos und steht allen Bürger:innen zur Verfügung. 

Über das Landesportal hydrozwilling.rlp.de – dort ist die 3D-Visualisierung seit 5. Februar 2026 online. 

Er visualisiert Starkregen- und Sturzflutszenarien in 3D und macht sichtbar, wo Wasser entlangfließen oder sich sammeln kann.