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E-Mobilität in Rheinland-Pfalz: Ladepreise, Wettbewerb, Wachstum

E-Mobilität in Rheinland-Pfalz wächst spürbar: Eine Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage zeigt steigende Zahlen bei E-Autos und Ladepunkten. Zugleich rücken faire, transparente Ladepreise und ein funktionierender Wettbewerb an der Ladesäule stärker in den Fokus der Debatte.

Die Antwort der Landesregierung auf die Anfrage von Dr. Bernhard Braun belegt: E-Mobilität ist kein Nischenthema, sondern entwickelt sich zum Alltag in Rheinland-Pfalz. „Die E-Mobilität in Rheinland-Pfalz nimmt weiter Fahrt auf. In den vergangenen zwei bis drei Jahren hat sich sowohl die Zahl der E-Autos als auch die Zahl der Ladepunkte verdoppelt“, sagt Dr. Bernhard Braun, wirtschaftspolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz. Ausbau und Nutzung greifen ineinander – damit wird die Frage nach fairen Preisen und verlässlicher Ladeinfrastruktur zentral.

Wie fair sind Ladepreise in Rheinland-Pfalz?

Laden überzeugt, wenn Preisgestaltung und Abrechnung einfach und vergleichbar sind. „Die günstigeren Betriebskosten von E-Autos sind ein schlagendes Argument. Damit der Hochlauf bei den E-Autos weitergeht, brauchen wir deshalb faire und transparente Ladepreise“, betont Dr. Bernhard Braun. Transparenz an der Ladesäule senkt Hürden, stärkt Vertrauen und ist Voraussetzung für Wettbewerb. Sie erleichtert den Vergleich von Tarifen und macht Kosten planbar, für Pendlerinnen, Pendler und Unternehmen gleichermaßen.

Wettbewerb an der Ladesäule. Was wirkt?

Der Alltag an der Ladesäule wird von Marktstrukturen geprägt: Zahl der Anbieter, Bezahlwege, Tariflogiken und Datenzugang bestimmen Wahlfreiheit. „Wir brauchen einen funktionierenden Wettbewerb zwischen den Ladesäulenbetreibern und eine freie Wahl des Stromanbieters an der Ladesäule. Bei wettbewerbsverzerrenden Praktiken müssen konsequente Sanktionen folgen“, fordert Dr. Bernhard Braun. „Wettbewerb soll Preis- und Servicequalität heben, darf aber nicht in Intransparenz münden. Einheitliche, praktikable Regeln erleichtern den Vergleich und senken Kosten“.

Nutzung und Effizienz: Was sagt der Ladestrom?

E-Mobilität punktet mit Effizienz. Die Regierungsantwort macht das deutlich anschaulich. „Mit dem im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz verbrauchten Ladestrom könnte ein E-Auto rund 40.000 Mal die Erde umrunden. Ein Verbrenner würde mit derselben Energie nur etwa ein Drittel dieser Strecke schaffen“, sagt Dr. Bernhard Braun. Für das Gelingen der Antriebswende in Rheinland-Pfalz, braucht es eine flächendeckende, verlässliche und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur. Neben dem zügigen Ausbau sind qualitative Kriterien wie kurze Ladezeiten, bezahlbare und transparente Preise, einfache Bezahlmöglichkeiten und die Kennzeichnung von Ökostrom wichtige Voraussetzungen für den Erfolg der Elektromobilität in Rheinland-Pfalz
 

Jährliche Entwicklung des Bestands von Elektro-Pkw, Plug-in-Hybrid-Pkw und Elektro-Lkw von 2020 bis 2025 in Rheinland-Pfalz

MerkmalEinheit202020212022202320242025
E-PkwAnzahl5.68313.56429.55450.58570.11783.379
Plug-in-Hybrid-PkwAnzahl4.34811.90625.53939.84642.54045.959
E-LkwAnzahl5616761.0271.5732.0362.389
Die Tabelle zeigt die jährliche Entwicklung des Bestands von Elektro-Pkw, Plug-in-Hybrid-Pkw und Elektro-Lkw von 2020 bis 2025 in Rheinland-Pfalz. Quelle: Klimaschutz-Dashboard Rheinland-Pfalz und Kraftfahrbundesamt

Jährliche Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Rheinland-Pfalz

MerkmalEinheit202020212022202320242025
NormalladepunkteAnzahl1.0151.4371.8232.6273.7024.292
SchnellladepunkteAnzahl3034175738051.5162.188
GesamtAnzahl1.3181.852.3963.4235.2186.480
Jährliche Entwicklung der Ladeinfrastruktur 2020 - 2025 in Rheinland-Pfalz. Quelle: Klimaschutz-Dashboard Rheinland-Pfalz und Kraftfahrbundesamt

Monatliche Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2025 für E-Pkw und Plug-in-Hybrid-Pkw von Januar bis November

MerkmalEinheitJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptOktNovDez
E-PkwAnzahl1.4351.3631.7471.7531.7241.9051.9731.6511.7512.1512.274-
Plug-in-Hybrid-PkwAnzahl6487391.1878878918409359039089951.096-
Monatliche Pkw-Neuzulassungen in Rheinland-Pfalz. 2025 Quelle: Klimaschutz-Dashboard Rheinland-Pfalz und Kraftfahrbundesamt

FAQ

Die Landesregierung bestätigt: E-Mobilität entwickelt sich in Rheinland-Pfalz zum Alltag. Innerhalb von zwei bis drei Jahren haben sich sowohl E-Autos als auch Ladepunkte verdoppelt. Die Antwort rückt zugleich zwei Hebel in den Mittelpunkt: faire, transparente Ladepreise und funktionierenden Wettbewerb an der Ladesäule.

Günstige Betriebskosten sind ein starkes Argument für E-Autos. Transparente Preise senken Hürden, stärken Vertrauen und ermöglichen Vergleichbarkeit. So lassen sich Kosten planen – für Pendlerinnen, Pendler und Unternehmen. Transparenz ist zudem Voraussetzung für echten Wettbewerb und damit für den weiteren Hochlauf der E-Mobilität in Rheinland-Pfalz.

Marktstrukturen prägen Wahlfreiheit: Zahl der Anbieter, Bezahlwege, Tariflogiken und Datenzugang. Notwendig sind funktionierender Wettbewerb zwischen Betreibern und die freie Wahl des Stromanbieters an der Ladesäule. Bei wettbewerbsverzerrenden Praktiken sollen konsequente Sanktionen folgen. Einheitliche, praktikable Regeln erleichtern den Vergleich und senken Kosten.

Die Regierungsantwort macht Effizienz anschaulich: Mit dem im vergangenen Jahr verbrauchten Ladestrom könnte ein E-Auto rund 40.000 Mal die Erde umrunden. Ein Verbrenner käme mit derselben Energiemenge nur auf etwa ein Drittel dieser Strecke. Das unterstreicht den Effizienzvorteil der E-Mobilität.

Entscheidend sind flächendeckender, verlässlicher Ausbau und qualitative Kriterien: kurze Ladezeiten, bezahlbare und transparente Preise, einfache Bezahlmöglichkeiten sowie die Kennzeichnung von Ökostrom. Diese Faktoren erhöhen Alltagstauglichkeit und Akzeptanz – und sichern, dass der wachsende Bestand an E-Autos sinnvoll genutzt werden kann.