„Frauen waren als Opfer der Nationalsozialisten oft auf ganz eigene Art und Weise von Diskriminierung und Verfolgung betroffen. Dazu trug gerade die von ihnen erwartete Rolle als dienende Ehefrau und Mutter bei. Diese geschlechtsspezifische Betroffenheit sollten wir uns immer wieder vor Augen führen. Um von der NS-Diktatur verfolgt zu werden, reichte es, wenn Frauen von der Norm abwichen. Gerade lesbische Frauen und Mütter erlebten massive Diskriminierung und Ausgrenzung in allen Lebensbereichen, vielen wurden ihre Kinder entzogen. Die Diskriminierung setzte sich auch nach der NS-Zeit bis tief in die Geschichte unseres Landes hinein fort. Zur Aufarbeitung gehört, dies immer wieder zu thematisieren und die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit zu unterstützen.
Der Terror der Nationalsozialisten muss für immer im kollektiven Gedächtnis unseres Landes bleiben. Die Diskriminierung und die Verfolgung von damals dürfen sich nicht wiederholen. Der Opfer zu gedenken heißt auch, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und zu handeln.“