Landtagsrede

Waldzustandsbericht 2025

Zum Waldzustandsbericht 2025 Rheinland-Pfalz hat Fabian Ehmann am 29.01.2026 im Landtag Rheinland-Pfalz eine leichte Erholung beschrieben, aber keine Entwarnung für die Wälder gegeben. Der Wald ist dabei mehr als Nutzfläche: Er ist Heimat, Erholungsort und natürlicher Verbündeter im Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrise.

In seiner Rede zum Tagesordnungspunkt „Waldzustandsbericht 2025“ machte Fabian Ehmann im Landtag deutlich, dass der feuchtere Verlauf des Jahres 2025 zwar etwas Hoffnung gibt, nach den verheerenden Dürrejahren aber nur ein kurzes Durchatmen erlaubt. Vor allem in der Rheinebene reichte das Wasser für viele Bäume nicht aus, um sich zu erholen. „Es gibt eine Verschnaufpause, aber keine Entwarnung“, sagte Fabian Ehmann, Sprecher für Waldpolitik. Die Wälder in Rheinland-Pfalz blieben unter Druck und brauchten weiter volle Unterstützung.

Warum bleibt der Wald trotz leichter Erholung unter Druck?

Ehmann beschreibt die Lage klar: Die Klimakrise ist längst da, wird schlimmer und trifft die Wälder in Rheinland-Pfalz direkt. Viele Bäume seien nach den Dürrejahren weiter geschwächt, obwohl 2025 feuchter gewesen sei als andere Jahre. Der Waldzustandsbericht ist für ihn deshalb kein abstraktes Papier, sondern ein Bild der Realität vor Ort. Wälder in der Eifel, im Hunsrück, im Soonwald, im Westerwald, im Pfälzer Wald oder im Stadtwald seien für viele Menschen eng mit Heimat und Identifikation verbunden.

Was leisten Wälder in Rheinland-Pfalz?

In der Rede betonte Ehmann, dass Wälder weit mehr sind als Holz. Sie kühlen die Landschaft, halten Wasser zurück, schützen Böden und speichern CO2 im Holz und im Waldboden. Zugleich sind sie vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Damit der Wald diese Funktionen erfüllen kann, dürfe er nicht dauerhaft im Krisenmodus bleiben. Ehmann formulierte dafür eine klare Richtung:

„Vielfältige Wälder statt einfältige Wälder. Waldumbau statt Wegschauen und Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Gewinn.“

Welche Konsequenzen fordert Fabian Ehmann?

Für Ehmann gehört beides zusammen: konsequenter Klimaschutz und kluges Handeln im Wald. Als Grundlage nannte er das Forschungsprogramm Klimawald 2100, das standortbezogene Erkenntnisse für Böden, Wasserhaushalt und Entwicklung liefert. Entscheidend seien mehr Wasserrückhalt, die Entwicklung von Störungsflächen und die Unterstützung natürlicher Wiederbewaldung. Zugleich verwies er auf die  Klima-Wald-Offensive der Koalition: fünfmal 10 Millionen € in den nächsten fünf Jahren, also 50 Millionen für Wälder und Heimat in Rheinland-Pfalz.