Gender Data Gap in der Forschung
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Perspektive von Frauen oft unsichtbar für die Forschung ist, da – je nach Forschungsbereich – die Körper, Verhaltensmuster oder Lebens- und Arbeitsmodelle von Männern als scheinbar „geschlechterneutraler“ Standard gelten. Da in Vorstandsetagen und Regierungskabinetten Entscheidungen häufig anhand von wissenschaftlichen Daten gefällt werden, führt das beschriebene Phänomen zu einer besorgniserregenden Nichtbeachtung weiblicher Bedürfnisse. Dieser sogenannte „Gender Data Gap“ erklärt beispielsweise, warum ein Herzinfarkt bei Frauen nicht so häufig erkannt wird und sie in der Folge eher daran sterben. Leider klafft die Datenlücke, die sich für Frauen im Alltag nachteilig auswirkt, in vielen Lebensbereichen – vom Gesundheitssystem bis zum Straßenverkehr. Hinzu kommt die ungleiche Stellung der Frauen im Bereich der Digitalisierung, der sog.