Quelle: HarryHuber
Mobilität

Rheinland-Pfalz ist ein Pendlerland: 1,1 Millionen Menschen pendeln hier täglich zu ihrem Arbeitsplatz. Mit 75 Prozent liegt der Anteil der Menschen, die dabei den Pkw nutzen, in unserem Flächenland höher als der bundesweite Durchschnitt von 68 Prozent. Der Diesel-Skandal, hohe Stickoxidwerte und die Diskussion um innerstädtische Fahrverbote zeigen: So wie bisher kann es dabei nicht weitergehen. Wir wollen die Mobilität im Land grundlegend verbessern und gleichzeitig den Verkehr deutlich umweltverträglicher aufstellen. Wir brauchen eine menschen- und umweltverträgliche Verkehrspolitik, welche die klima- und umweltschädlichen Emissionen in den Städten senkt, den Lärm reduziert, die Gesundheit schützt und die begrenzten Mittel effizient einsetzt. Dies erreichen wir mit einem gut ausgebauten, attraktiven ÖPNV auf Straßen, Schienen und Fähren, gut ausgebauten Fahrrad- und Fußwegen, die Umstellung auf E-Mobilität insbesondere in den Städten und einer soliden Finanzierung durch den Bund. Um innerstädtische Fahrverbote, über die Gerichte entscheiden, abzuwenden, wollen wir die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität deutlich ausbauen, die Beschaffung schadstoffarmer Busse fördern und die Möglichkeiten für Car-Sharing verbessern. Wir wollen das Erfolgsmodell Rheinland-Pfalz-Takt weiter ausbauen und für eine stärkere Vernetzung mit den unterschiedlichen Verkehrsträgern sorgen. Die gezielte Reaktivierung von Schienenstrecken sorgt für eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an das restliche Land. Andere stillgelegte Schienen bewahren wir durch Trassensicherungskonzepte für eine mögliche spätere Reaktivierung.

Auch das Fahrrad hat sich, gerade in und um größere Städte, längst zu einem attraktiven und bedeutenden umweltschonenden Verkehrsträger entwickelt. Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs und Lastenfahrräder brauchen eine bedarfsgerechte und verkehrssichere Infrastruktur. Das Radwegenetz wollen wir daher zügig ausbauen und neue Radschnellverbindungen schaffen.

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