Sexismus gehört ganz oben auf die politische und gesellschaftliche Agenda

Sexismus ist für Frauen über Altersgruppen, Berufsstände und kulturelle Grenzen hinaus allgegenwärtig. Viele Frauen berichten über verbale Belästigung bis hin zu sexueller Gewalt – alleine 2018 gab es in Rheinland-Pfalz 1.928 registrierte Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher sein, da viele Opfer die Täter aus Scham oder Angst nicht anzeigen. Die GRÜNE Landtagsfraktion hat dieses drängende Thema daher zur Aktuellen Debatte im Plenum angemeldet. Dazu erklärt die frauenpolitische Sprecherin Jutta Blatzheim-Roegler:

„Die #metoo-Debatte hat das Thema Sexismus mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mutige Botschafterinnen und Botschafter beziehen seither noch deutlicher Stellung und fordern dringend notwendige gesellschaftliche Veränderungen. Wir in der Politik wollen und müssen diesen Mut und dieses Engagement unterstützen. Wir müssen genau hinschauen und im besonderen Maße dazu beitragen, dem Sexismus jegliche Grundlage zu entziehen. Umso wichtiger sind Vorstöße wie der von Frauenministerin Anne Spiegel, die mit ihrer LAUT♀STARK-Kampagne die Kultur des Schweigens bricht und Sexismus als das benennt, was er ist: ein nicht hinnehmbares, gesamtgesellschaftliches Problem.

Auch die Beschlüsse der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen-Konferenz (GFMK) machen den großen Handlungsbedarf beim Kampf gegen Sexismus deutlich. Dort wurden unter anderem die ungleichen Machtstrukturen zwischen Männern und Frauen thematisiert, die Sexismus am Arbeitsplatz zu einem strukturellen Problem machen. Die Landesregierung hat bereits damit begonnen, konkrete Maßnahmen gegen Sexismus am Arbeitsplatz innerhalb der Landesverwaltung umzusetzen. Dazu gehören Fortbildungsangebote für Führungskräfte und Personalverantwortliche sowie eine externe Beratungsstelle für Sexismusopfer.

Wir brauchen dringend weitere Projekte wie die LAUT♀STARK-Kampagne des Frauenministeriums, um den Menschen zu zeigen, dass Sexismus kein unveränderlicher Missstand ist, sondern dass wir alle gemeinsam etwas zum Besseren bewegen können.“

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