Saubere Luft in den Städten: Konzepte müssen auf vielen Ebenen greifen

Anlässlich des Symposiums „Luftschadstoffe: Gesundheitsgefahren und technologische Lösungen“ in Mainz erklärt der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Andreas Hartenfels:

„Die bei diesem Symposium vorgestellten Zahlen und Forschungsergebnisse bestätigen uns GRÜNE in unserer Forderung nach effektiven Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen, dass das Problem der Luftverschmutzung nicht nur am anderen Ende der Welt in Städten wie Shanghai oder Mexiko-City besteht, sondern direkt vor unserer Haustür.

Die Dringlichkeit spiegelt sich in den nicht enden wollenden Diskussionen um weiterhin drohende Fahrverbote, auch in vielen Städten des Rhein-Main-Gebiets. Mainz ist auf einem guten Weg, muss aber in den kommenden Monaten weiter unter Beweis stellen, dass es mit einem effektiven Luftreinhalteplan die gemessenen Stickoxidwerte deutlich senken kann. Das Land Rheinland-Pfalz stellt für die am stärksten betroffenen Städte Mainz, Koblenz und Ludwigshafen im ‚Aktionsprogramm Saubere Mobilität‘ schon insgesamt drei Millionen Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung. In Mainz können damit bereits vorzeitig neue Bussen angeschafft sowie die Nachrüstung älterer Busse mit Abgasfiltertechnik gefördert werden.

Wir brauchen aber auch auf Bundesebene endlich zielführende Maßnahmen für eine umfassende Verkehrswende mit einer gezielten Förderung für Elektromobilität, einem nutzerfreundlichen öffentlichen Nahverkehr sowie einer verbesserten Infrastruktur fürs Fahrrad. Auch die Automobilhersteller müssen ihren Teil dazu beitragen und notfalls von der Bundesregierung dazu gezwungen werden. Aber es reicht nicht, nur den Straßenverkehr ins Visier zu nehmen. Zu einem ganzheitlichen Konzept für reine Luft gehört auch eine saubere und nachhaltige Stromerzeugung über Erneuerbare Energieträger. In Rheinland-Pfalz treiben wir die Energiewende bereits erfolgreich voran. Solange aber nicht alle an einem Strang ziehen, sieht es mit der Einhaltung der Klimaziele sowohl auf Bundesebene als auch global betrachtet mehr als düster aus.“

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