Jugend | 03.07.2015

Jugendliche als Expertinnen und Experten in eigener Sache ernst nehmen

Heute wurde im Plenum über den 2. Kinder- und Jugendbericht und unseren GRÜNEN Antrag zur Jugendpolitik debattiert. Im Mittelpunkt des  2. Kinder- und Jugendbericht steht die „Lebensphase Jugend“ und damit die Frage nach der Bedeutung der Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit. Vor allem wurde besonderer Wert gelegt auf die Partizipation der Jugendlichen selbst und die Einbeziehung von Wissenschaft und Fachwelt. Der Bericht basiert auch auf der Befragung von 2.000 Jugendlichen.

Insgesamt stellt der Bericht große regionale Unterschiede bei der Bewertung von guten oder weniger guten Bedingungen des Aufwachsens fest: Dies betrifft zum einen insbesondere das für Jugendliche nach eigener Einschätzung zentrale Thema der Mobilität, das dringender Verbesserung bedarf. Zum anderen ist ein zum Teil mangelndes Angebot an nutzbaren Räumen vor Ort festgestellt worden, welche selbstorganisierte Begegnungen ermöglichen.

In unserem Antrag machen wir deutlich, die finanzielle Absicherung der Jugendsozialarbeit und der Ausbau von Räumlichkeiten eine zentrale Aufgabe der Jugendpolitik ist. Die Jugendstrategie „JES! – Jung. Eigenständig. Stark.“ unseres Integrationsministeriums, die durch den Bericht bestätigt wird, wollen wir weiter ausbauen. Im Hinblick auf die Partizipation Jugendlicher ist für uns GRÜNE klar, dass endlich das Wahlalter auf 16 Jahre auf Kommunal- und Landesebene abgesenkt werden muss.

Hingewiesen wurde auch auf die zu begrüßende Tatsache, dass die Kinder und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz noch nie so zufrieden waren, wie sie es heute sind. Deswegen gilt es weiterhin im Dialog mit den Jugendlichen zu bleiben und die Jugendpolitik direkt an den geäußerten Bedürfnissen der Jugend zu orientieren.

verwandte Themendossiers