Pressemitteilung | 26.07.2017

Rheinland-Pfalz muss bei Ladenetz für E-Autos an die Spitze -standardisiertes Verfahren nötig

Nach der gestrigen Ankündigung der britischen Regierung, ab 2040 nur noch Elektroautos neu zuzulassen, und der Entscheidung von Mercedes, aus der DTM auszusteigen und auch im Motorsport auf E-Mobilität zu setzen, äußert sich Dr. Bernhard Braun, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz:

„Der Kartell- und Abgasskandal trägt dazu bei, dass der Verbrennungsmotor massiv an Akzeptanz einbüßt. Wer auf E-Mobilität umsteigen will, sucht allerdings heutzutage noch oft vergebens die nötige Infrastruktur. Mit knapp 300 Ladesäulen in Rheinland-Pfalz liegt das Land im Durchschnitt der deutschen Flächenländer. Für einen flächendeckenden Umstieg auf E-Mobilität müssen wir die Ladeinfrastruktur im Land deutlich verbessern. Wir wollen, dass Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz bei der E-Mobilität einnimmt. Dabei sollten zunehmend Stadtwerke und Energieversorger mit einbezogen werden. In Thüringen beispielsweise setzt man auf ein standardisiertes Lade- und Bezahlsystem."

 

Bereits im Juni hatte die Fraktion ein Positionspapier zur Elektromobilität beschlossen, das den Ausbau von Ladesäulen in den Blick nimmt. Jutta Blatzheim-Roegler, verkehrspolitische Sprecherin, dazu:


„Unser Ziel ist ein flächendeckendes Netz an Stromladesäulen, so dass im rheinland-pfälzischen Straßennetz im Umkreis von maximal zehn Kilometern eine öffentlich zugängliche standardisierte Ladesäule erreicht werden kann. Das gilt auch für den ländlichen Raum. Die im Landkreis Kusel geplanten Schnellladesäulen, für die der Umweltstaatssekretär Griese heute einen Förderbescheid überreichte, zeigen, wie die standardisierte Technik aussehen sollte: Mit AC/DC für Normal- und Schnellladen, ausgestattet für die Ladestecker, die sich mittlerweile in Europa etabliert haben.“

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Dilek Otto

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