Pressemitteilung | 14.11.2017

Meldekette überfällig: Anhörung zu Kerosin macht fehlende Datengrundlage deutlich

 

Im heutigen Verkehrsausschuss wurden Experten zur Faktenlage und möglichen Risiken von abgelassenem Kerosin durch Flugzeuge für Gesundheit und Umwelt angehört. Dazu erklärt Jutta Blatzheim-Roegler, verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Der Präsident des rheinland-pfälzischen Landesamts für Umwelt hat heute bestätigt, was wir GRÜNE schon länger angemahnt haben: Derzeit ist es messtechnisch nicht möglich, ein Fuel-Dumping-Ereignis live zu beobachten und die Auswirkungen zu berechnen. Denn man bräuchte Informationen sowohl über den genauen Ort, die Flugroute, den Zeitpunkt des Fuel Dumpings als auch über die Menge an abgelassenem Kerosin, um die Daten der Messstationen am Boden entsprechend auswerten zu können. Erst dann gäbe es Klarheit daüber, mit welchen potentiell schädlichen Umwelteinwirkungen wir es tatsächlich zu tun haben. Mit einer Meldekette muss die Informationsweitergabe zwischen den Behörden transparent gewährleistet werden.

Auch der Vertreter des Umweltbundesamtes wies auf die fehlenden Studien zu den Auswirkungen hin. Auf der Umweltministerkonferenz im Mai 2017 war es Ministerin Ulrike Höfken gelungen, dass das Umweltbundesamt mit einer neuen Studie beauftragt wird. Die letzten wissenschaftlichen Untersuchungen sind gut 25 Jahre alt. Sollten bei dieser neuen Studie, die 2018 veröffentlicht werden soll, Risiken für Mensch und Umwelt erkannt werden, müssten entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Darüber hinaus sollte, wie vom Präsidenten des Landesamts für Umwelt empfohlen, die Entwicklung zu alternativen Antriebsmöglichkeiten und Treibstoffen verstärkt werden.“

Pressekontakt

Dilek Otto

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