Pressemitteilung | 03.08.2017

Industriebaurichtlinie muss Bauen mit Holz erleichtern

Zur Antwort auf seine Kleine Anfrage zum Thema Bauen mit Holz (im Anhang) erklärt Andreas Hartenfels, baupolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion:

 

"Holz ist ein hochwirksamer Kohlenstoffspeicher. Die Verwendung von Holz als Baustoff leistet daher einen bedeutenden Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Der Wald und die Verwendung von Holzprodukten, beispielsweise als Baustoff, mindern die deutschen Treibhausgasemissionen um etwa 14 Prozent. Das Land Rheinland-Pfalz fördert den Einsatz von Holz im Baubereich deshalb bereits mit zahlreichen Maßnahmen.

 

In der vergangenen Wahlperiode konnten wir mit einer Änderung der Landesbauordnung erreichen, dass nun Gebäude in Holzbauweise mit bis zu fünf Geschossen errichtet werden dürfen. Um eine weitere Senkung der Treibhausgasemissionen durch Verwendung von Holz als Baustoff zu erreichen, muss nun aber auch eine Reform der gesetzlichen Rahmenbedingungen folgen. Unumgänglich ist eine Änderung der Industriebaurichtlinie. Die Initiative des Landes Rheinland-Pfalz bei der Bauministerkonferenz, die Muster-Industriebaurichtlinie in diesem Sinne zu verändern, ist vor diesem Hintergrund äußerst wichtig. Sobald der Entwurf vorliegt, soll die Richtlinie in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden."

 

Hintergrund:

Maßnahmen, mit denen das Land bereits den Baustoff Holz fördert, umfassen etwa das „Cluster Forst und Holz Rheinland-Pfalz“, die Einrichtung des Studienganges Holzbau/Fachrichtung Architektur sowie die Errichtung eines Kompetenzzentrums an der Hochschule Trier. Neu hinzugekommen ist das Projekt GReENEFF, das Wissen im Bereich Ökoquartiere und energieeffizientem sozialen Wohnungsbau bündelt und Leuchtturmprojekte in der INTERREG V A Großregion unterstützt.

 

KA_Bauen mit Holz

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