Pressemitteilung | 12.07.2017

Große Anfrage zeigt: Erneuerbare Energien im Land auf Rekordkurs

Zur Beantwortung der Großen Anfrage „Energiewende in Rheinland-Pfalz – Sachstand und Herausforderungen“ durch die Landesregierung erklärt Dr. Bernhard Braun, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Unsere Große Anfrage zeigt, dass unser Bundesland trotz widriger Umstände im Bund bei der Energiewende auf einem guten Weg ist. Die letzten Jahre waren Rekordjahre für die Erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz. Seitdem die GRÜNEN in Rheinland-Pfalz in Regierungsverantwortung stehen, konnten wir den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion annähernd verdoppeln. Bei Wind, Solar und Biomasse verzeichnen wir Rekordwerte. Die Stromproduktion im Land haben wir seit dem Jahr 2000 ebenfalls mehr als verdoppelt. Das ist Wertschöpfung, die jetzt im Land verbleibt. Diese Erfolge geben unserem Beharren auf ambitionierten Zielen bei der Energiewende im Land Recht.

Unsere nächsten großen Ziele sind eine Offensive für die Elektromobilität im Land und die Umstellung der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien. Den derzeitigen Versorgungstand von anteilig 11 Prozent wollen und müssen wir drastisch erhöhen.“

Andreas Hartenfels, energiepolitischer Sprecher, ergänzt:

„Auch wenn wir im Land beherzt handeln, können wir den Bund beim Klimaschutz nicht aus der Verantwortung nehmen. Der Bund muss seine Blockadehaltung beenden. Insbesondere Photovoltaik und Biomasse werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz massiv ausgebremst, den Ausbau der Windenergie hat die Bundesregierung durch Einführung eines Ausschreibungsmodells und eines sehr niedrigen Ausbaukorridors ebenfalls erheblich erschwert.

Die bremsenden Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen gekippt, alle Abgaben und Steuern für Energiespeicher gestrichen werden. Die Haushaltsmittel für die Bereiche Verkehr, Wärme und Speicher müssen drastisch erhöht werden, um die Abkehr von fossilen Brennstoffen in allen Sektoren zu realisieren. Und wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, müssen wir in der nächsten Legislaturperiode auch endlich die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerksblöcke in Deutschland vom Netz nehmen.“

 

Lesen Sie hier die Tischvorlage unserer Pressekonferenz mit interessanten Graphiken zur Energiewende im Land, sowie die Antworten der Landesregierung auf unsere Große Anfrage.

Pressekontakt

Dilek Otto

Pressesprecherin

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