Pressemitteilung | 13.06.2017

Energiespeicher: Bausteine für die Energiewende

Der Ausschuss für Umwelt und Energie besuchte heute auf Initiative des Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion, Andreas Hartenfels, den Energiepark Pirmasens, wo im letzten Jahr eine großtechnische Biogasaufbereitungsanlage in Betrieb genommen wurde. Das innovative, biologische „Power-to-Gas-Verfahren“ ermöglicht, dass der überschüssige Strom aus erneuerbaren Energien langfristig im Erdgasnetz gespeichert werden kann. Dazu erklärt der energiepolitische Sprecher, Andreas Hartenfels:

„Die Biogasaufbereitungsanlage in Pirmasens zeigt, wie Strom- und Wärmeproduktion mit Power-to-Gas und Biogastechnik zusammengedacht werden können. Wenn wir nicht nur bei der Energiewende im Bereich Strom, sondern auch in den Bereichen Wärme und Verkehr gewinnen wollen, brauchen wir Systeme wie diese. Damit schaffen wir es, überschüssigen Strom in Wärme zu verwandeln oder für die E-Mobilität zu nutzen.“

 

Über die Potenziale der Energiewende wurde auch von Seiten der Landesregierung berichtet. Hartenfels dazu: „Mit der zunehmenden Eigenversorgung mit Strom aus Erneuerbaren in Rheinland-Pfalz, aktuell sind es etwa 40 Prozent vom gesamten Stromverbrauch, kommt den Regel- und Speicheranlagen eine zunehmend größere Bedeutung zu. Sie helfen nicht nur dabei, den Energiemarkt als gesamten Sektor im Land zu etablieren, sondern schaffen auch Beschäftigung und Wertschöpfung, insbesondere im ländlichen Raum.“

 

Um die Entwicklung zu beschleunigen, müssen laut Hartenfels aber auch Hindernisse und gesetzliche Rahmenbedingungen von der Bundesregierung angegangen werden. „Die Behandlung von Speichern als Letztverbraucher, die Streichung des Zuschlags für die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan und die EEG-Umlage für die Eigenstromerzeugung sind Belastungen, welche die Technologien bislang an ihrer Wirtschaftlichkeit scheitern lassen. Dafür verantwortlich ist die Bundesregierung, die mit ihrer Politik Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien ausbremst. Die Technik ist jetzt da und sollte auch jetzt genutzt werden.“

Abgeordnete

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